Kirmsees


Kirmsees

Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1163 als "Curbengeseze"
Zugehörig zur eigenständigen Gemeinde Tressau bis zur
Eingemeindung nach Kirchenpingarten im Jahr 1972

Einwohner: 176 (Stand: Oktober 2014)

Vereine:  FF Kirmsees



Anfahrt

Kirmsees, landschaftlich reizvoll am Südrand des Fichtelgebirges an der Geländekante zur Frankenpfalz oberhalb Weidenberg gelegen, wird als „Curbengeseze“ erstmal 1163 als Besitz des Klosters Speinshart genannt.
Kirmsees war strategisch wichtig, denn es liegt an der „Hohen Straße“, einer bedeutsamen Altstraßenverbindung, die einst von der karolinischen Handelsstraße auf dem Südrandweg über Reislas, Kirchenpingarten, Ahornberg und den Wurmlohpass nach Nordböhmen verlief. Zum Schutz dieser Altstraßen entstanden in regelmäßigen Abständen Turmhügel, die schon in früher Zeit zu Landadelssitzen umgewandelt wurden, so Schloss Fischbach, Langengefäll (verschwunden), Reislas und Fuchsendorf. Im Ort Kirmsees selbst waren zwei Schlösser.
Als hier noch abschnittweise die ehem. Grenze zwischen dem Fränkischen Radenzgau und dem Bayerischen Nordgau verlief,

gehörte das Burggut im nordwestlichen Ortsbereich zur Pfalz, während das Schloss im südöstlichen Ort markgräfliches Lehen war. Diese Grenze deckt sich heute noch mit der Sprachgrenze zur „Frankenpfalz“ und wurde mit dem 30-jähr. Krieg lange Zeit auch zu einer strengen Konfessionsgrenze.
An das seit 1890 allmählich verfallene Pfälzer Schloss erinnert heute nur noch die 1735 errichtete Nepomukfigur, die einst gegenüber der Schlosszufahrt stand. Sie trägt am Sockel das Wappen der damaligen Schlossherrenfamilie Künsberg und der Schwiegereltern Deuring. Reste des markgräflichen Schlosses sind in der ehem. Gaststätte Unterburger erkennbar.